Hochbau
Hierzu zählen im Wesentlichen die Planung und Durchführung von
- Neubau-, Sanierungs- und Erweiterungsmaßnahmen,
- Unterhaltung und Bewirtschaftung der städt. Gebäude,
Eine aktuelle Gebäudeliste finden Sie hier.
Informationen zu jüngeren Bauprojekten
Neubau einer Einfachturnhalle für die Gemeinschaftsgrundschule Hakemicke
Derzeit verfügt das Hakemicke-Schulzentrum über eine an das Gebäude I der Hauptschule Hakemicke angebundene kleine Sporthalle sowie eine der Gemeinschaftsgrundschule Hakemicke organisatorisch zugeordnete Großturnhalle. Da die Kapazität der kleinen Sporthalle den schulischen Erfordernissen allein nicht genügt, ist die Hauptschule zurzeit darauf angewiesen, gemeinsam mit der Grundschule die Großturnhalle des Hakemicke-Schulzentrums nutzen zu können. Im Zuge des Neubaus der Hauptschule Hakemicke (Gebäude I) soll u. a. auch die Mitte der 60er Jahre gebaute kleine Sporthalle der Hauptschule abgerissen werden.
In diesem Zusammenhang ist im Interesse einer zukünftigen Optimierung des Schulbetriebes an den betreffenden Schulen vorgesehen,
- der Hauptschule Hakemicke die Großturnhalle des Hakemicke-Schulzentrums organisatorisch zu zuordnen sowie
- für die Gemeinschaftsgrundschule Hakemicke eine neue Einfachturnhalle zu errichten.
Die Stadtverordnetenversammlung hatte dahingehend bereits in der Sitzung am 2. November 2006 folgenden Beschluss gefasst:
„1. Im Zusammenhang mit dem vorgesehen Neubau der Hauptschule Hakemicke (Gebäude I) für eine vierzügige, gebundene Ganztagsschule und dem damit verbundenen Abriss der kleinen Turnhalle, wird für die Gemeinschaftsgrundschule Hakemicke eine neue Einfachturnhalle errichtet.
2. Vorbehaltlich des hierzu noch zu schaffenden Planungsrechts wird als Standort für die neu zu errichtende Einfachsporthalle das städt. Grundstück südöstlich der Gemeinschaftsgrundschule Hakemicke in der Verlängerung der Wohnbebauung „Engelhardtstraße“ festgelegt.“
Die aktuellen Planungen gehen davon aus, dass das derzeitige Schulgebäude I einschl. der daran angebundenen kleinen Sporthalle nach der für September 2010 vorgesehenen Fertigstellung des neuen Schulgebäudes I ab Beginn der Herbstferien 2010 abgerissen wird. Aus schulorganisatorischen Gründen ist es daher vorteilhaft, die im Bereich der Gemeinschaftsgrundschule Hakemicke neu zu errichtende Einfachturnhalle möglichst zeitnah nach dem Abbruch der bisherigen kleinen Turnhalle der HS Hakemicke in Betrieb zu nehmen.
Im Hinblick hierauf war ursprünglich vorgesehen, die Planungsleistungen für den Neubau der Einfachturnhalle bereits im Dezember 2008 zu vergeben. Vor dem Hintergrund der bis dahin gegenüber der ursprünglichen Kostenschätzung beim Gesamtbauprojekt (Ganztagsgebäude und Schulgebäude I der Hauptschule Hakemicke sowie Einfachturnhalle der Grundschule Hakemicke) eingetretenen Kostensteigerung und der noch ungewissen Baukostenentwicklung hat der Haupt- und Finanzausschuss in der Sitzung am 09.12.2008 jedoch u.a. beschlossen, den Neubau der Einfachturnhalle am Schulzentrum Hakemicke um zwei Jahre zurückzustellen.
Im Rahmen des Konjunkturpaketes II stellt der Bund mit seinem Zukunftsinvestitionsgesetz vom 20. Februar 2009 u. a. Finanzhilfen für zusätzliche Investitionen der Kommunen in Bildungsinfrastruktur zur Verfügung. Vor diesem Hintergrund hat die Stadtverordnetenversammlung der Stadt Olpe in der Sitzung am 25. Juni 2009 u.a. dafür votiert, die der Kreisstadt Olpe für den Investitionsschwerpunkt „Bildung“ aus dem Zukunftsinvestitionsgesetz (ZuInVG) i.V.m. dem Gesetz zur Förderung zusätzlicher Investitionen in Nordrhein-Westfalen - Investitionsförderungsgesetz NRW - InvföG (Konjunkturpaket II) zufließenden Mittel u. a. für den Bau einer Einfachturnhalle an der Grundschule Hakemicke zu verwenden und insoweit das betreffende Bauprojekt vorzeitig zu realisieren.
Auf der Grundlage eines entsprechenden Beschlusses des Ausschusses Umwelt, Planen, Bauen in der Sitzung am 18. Juni 2009 wurde das Architekturbüro Stephan Göckler, Olpe, im Juli diesen Jahres mit den Architekten- und Ingenieurleistungen für das betreffende Bauprojekt im Rahmen eines Stufenvertrages beauftragt.
Der Ausschuss Umwelt, Planen, Bauen hat in seiner Sitzung am 10.12.2009 einstimmig für eine Realisierung der vom Architekturbüro Göckler zwischenzeitig erstellten Entwurfsplanung votiert.
Die Entwurfsplanung wurde bereits am 24. November 2009
- in der Sitzung der Projektgruppe „Neubau Hauptschule Olpe“ sowie
- in der Schulkonferenz der Gemeinschaftsgrundschule Hakemicke
vorgestellt. Hierbei haben sich beide Gremien jeweils einstimmig für die betreffende Entwurfsplanung ausgesprochen. Auf der Grundlage der Entwurfsplanung wird das Architekturbüro Stephan Göckler die weiteren Planungsschritte (Genehmigungs- und Ausführungsplanung) einleiten. Ausgehend von dem vom Architekturbüro Göckler aufgestellten Bauzeitenplan ist der Beginn der Bauarbeiten für Mai 2010 vorgesehen. Ausgehend von einer geplanten Bauzeit von ca. 12 Monaten wird eine Fertigstellung der neuen Einfachturnhalle ohne Berücksichtigung von witterungsbedingten Verzögerungen für Ende Mai 2011 erwartet.
Auf der Grundlage der Entwurfsplanung hat das Architekturbüro Stephan Göckler eine Kostenberechnung für den Neubau der Einfachturnhalle aufgestellt, die einschließlich der Kosten für die zu erbringenden Architektenleistungen (Objektplanung) und Ingenieurleistungen für die Tragwerksplanung und Technische Ausrüstung mit rd. 1.700.000,00 Euro abschließt.
Perspektiven der Einfachturnhalle Grundriss Nord-Ost Ansicht
Nord-West Ansicht Süd-Ost Ansicht Süd-West Ansicht
Neubau der Hakemickeschule, städtische Gemeinschaftshauptschule Olpe (Ganztagsgebäude) in Olpe
Nach der Landtagswahl im Mai 2005 hat die neue Landesregierung erklärt, dass die Stärkung der Hauptschulen eines der bedeutensten bildungspolitischen Ziele ist. Anfang Dezember 2005 teilte das Ministerium für Schule und Weiterbildung des Landes Nordrhein-Westfalen mit, dass der Ausbau des Ganztagsangebotes ein zentraler Teil der „Qualitätsoffensive Hauptschule“ zur Erneuerung und Stärkung der Hauptschule ist.
Aufgrund dieser neuen Sachlage hat die Schulkonferenz der Hakemickeschule, Städt. Gemeinschaftshauptschule Olpe am 16.01.2006 beschlossen, dass die Hakemickeschule Olpe zum Schuljahr 2006/2007 in eine Ganztagshauptschule umgewandelt werden soll.
Die Stadtverordnetenversammlung der Kreisstadt Olpe wiederum hat am 15. Februar 2006 den Beschluss gefasst, an der Hakemickeschule, Städt. Gemeinschaftshauptschule Olpe ab dem Schuljahr 2006/2007 den erweiterten, gebundenen Ganztagsbetrieb einzurichten und die Verwaltung beauftragt, bei der Bezirksregierung Arnsberg als obere Schulaufsichtsbehörde einen entsprechenden Genehmigungsantrag zu stellen. In der gleichen Sitzung hat die Stadtverordnetenversammlung anerkannt, dass aufgrund der erheblichen Mängel in der Bausubstanz und der Notwendigkeit einer Schulerweiterung ein Neubau der Hauptschule Olpe (Gebäude I) für eine 4-zügige Ganztagsschule entsprechend den Grundsätzen für die Aufstellung von Raumprogrammen für allgemein bildende Schulen (geschätzte Baukosten rd. 10,8 Mio. Euro) erforderlich ist.
Mit Bescheid vom 19. Mai 2006 hat die Bezirksregierung Arnsberg in ihrer Funktion den Antrag der Kreisstadt Olpe vom 14. März 2006 auf Errichtung des erweiterten, gebundenen Ganztagsbetriebes an der Hauptschule Hakemicke positiv entschieden. Vor diesem Hintergrund wiederum hat die Kreisstadt Olpe am 29. Mai 2006 bei der Bezirksregierung Arnsberg für die erforderllichen investiven Maßnahmen zur Realisierung des Ganztagsbetriebes die Gewährung einer Zuwendung im Rahmen des Investitionsprogramms der Bundesrepublik Deutschland "Zukunft, Bildung und Betreuung" beantragt. Mit Bescheid vom 25. August 2006 wurde der Kreisstadt Olpe seitens der Bezirksregierung Arnsberg für die Schaffung des Ganztagsbereiches an der Hauptschule Hakemicke eine Zuwendung in Höhe von 2,4 Mio. Euro bewilligt (Höchstbetrag).
Der Ganztagsbetrieb einschließlich einer Mittagsverpflegung wurde unter äußerst beschränkten räumlichen Bedingungen zu Beginn des Schuljahres 2006/2007 mit den Klassen 5 aufgenommen.
Aus förderungstechnischen Gründen war die zunächst favorisierte ganzheitliche Realisierung des Bauprojektes (Neubau des Gebäudes I u. Neubau des Gebäudes für den Ganztagsbetrieb mit Mensa, Küche, Spielräumen u. ganztagsspezifischen Räumen) nicht umsetzbar. Vielmehr ergab sich die Notwendigkeit, das Ganztagsgebäude als eigenständiges Bauprojekt in Form eines Solitärgebäudes zu errichten. Im Hinblick hierauf wurde das Olper Architekturbüro Peter Marx im September 2006 mit der Objektplanung beauftragt.
Der Standort und die Konzeption des Ganztagsgebäudes wurden so gewählt, dass eine direkte Verbindung zu dem sich zurzeit im Bau befindenden neuen Gebäude I ermöglicht wird.
Kernbereiche des vom Architekten Peter Marx aus Olpe geplanten Gebäudes sind:
Mensa, bestehend aus
- einem Speisesaal mit rd. 240 qm
- einer modernen Großküche, in der zur Mittagszeit täglich bis zu 750 frisch zubereitete Mahlzeiten ausgegeben werden können, mit Ausgabe, Kühllagern, Spülbereich und Büro der Küchenleitung
Aufenthaltsräume als
-Selbstlernzentrum mit Computerarbeitsplätzen
-Schülerbibliothek
-Leseraum
-Gruppenraum
-Spielräume
-Teeküche
Sowohl die Mensa als auch die Aufenthaltsräume wurden komplett neu eingerichet.
Beim Bau des Ganztagsgebäudes wurde großer Wert auf die energetische und ökologische Bauweise gelegt.
Die Energieversorgung erfolgt für die Grundlastversorgung über eine Erdwärmepumpe mit 11 Erdsonden. Für die Spitzenlastversorgung wird ein Gasbrennwertkessel eingesetzt.
Die Lüftungsanlage des Ganztagsgebäudes arbeitet mit Wärmerückgewinnung.
Zudem wurden naturnahe Baustoffe verwendet.
Die Bau- und Einrichtungskosten belaufen sich auf über 3.000.000 €. Davon werden 2.400.000 € durch einen Bundeszuschuss finanziert (siehe oben).
Die Baugeschichte war nicht immer einfach und hat der Schule einige Einschränkungen im täglichen Schulbetrieb abgefordert hat. Gleichwohl wurde der Hakemickeschule ein Gebäude übergeben, bei dessen Planung und Bau optimale Voraussetzungen für das Lehren und Lernen im Ganztag geschaffen wurden.
Der Ganztagesbereich verfügt über:
Netto-Grundrissfläche: 1.218,92 qm
Hauptnutzfläche: 781,59 qm
Nebennutzfläche: 101,44 qm
Funktionsfläche: 158,67 qm
Verkehrsfläche: 177,22 qm
Brutto-Grundrissfläche: 1.433,01 qm
Brutto-Rauminhalt: 6.507,03 cbm
Die Mensa im Untergeschoss bietet mit 240 qm ausreichend Platz für bis zu 600 Schüler, die in drei Schichten mittags versorgt werden. Für die Zubereitung der Mahlzeiten steht ein Küchenbereich von insgesamt ca. 200 qm zur Verfügung.
Ansicht Rückseite (Plan) Ansicht Vorderseite (Plan)
Schnitte A-A/B-B (Plan)
Angaben zu den Bauzeiten:
Beginn Abbrucharbeiten 05.06.2007
Baugenehmigung Neubau erteilt 10.07.2007
Baubeginn Rohbauarbeiten: 11.07.2007
Fertigstellung Rohbauarbeiten: 17.12.2007
Inbetriebnahme: 15.12.2008
Einweihung: 13.02.2009
Fotos zur Bauentwicklung Untergeschoss mit Einrichtung (Plan)
Fotos des fertiggestellten Ganztagsgebäudes
Der Wettbewerb zum Neubau der Hakemickeschule (Gebäude I) ist entschieden.
Die Preisträger des Architekturwettbewerbes zum Neubau der Hakemickeschule (Gebäude I) stehen nun fest. Das Preisgericht wählte am 6. September 2007 aus den 25 Arbeiten die Besten aus. mehr dazu...
Beurteilungen der Preise und Anerkennungen
(Auszug aus dem Preisgerichtsprotokoll)
Klein + Neubürger, Bochum (1. Preis)
Das Entwicklungskonzept verbindet das bestehende Gebäude II auf städtebauliche angemessene Weise mit dem neuen Ganztagsbereich und ordnet an dieser neuen Wegebeziehung die Fach- und Klassenräume an. In Verbindung mit der Verschränkung der linear angeordneten Fachräume im Erdgeschoss und der zu Cluster zusammengefassten Klassenräume im Obergeschoss entsteht dadurch eine spannungsvolle Verknüpfung zwischen Quellenweg und Rhonard. Die angemessen proportionierten Klassenhäuser verzahnen sich über Terrassen, Differenzierungsräume und Freiklassen mit der freien Natur und bilden eine symphatische Hülle für einen ungestörten Unterricht im Grünen. Lediglich die Medienräume müssten geteilt und den einzelnen Klassen zugeordnet werden.
Die Belichtung der Flurzone durch Oberlicht und Überkopfverglasung wertet diesen Bereich auf und nimmt die Monotonie durch Ausblicke in den Himmel. Dieser Wirkung steht auch nicht entgegen, dass die Hohlräume unter den Klassenhäusern geschlossen werden sollten. Das separat nutzbare Forum verbindet sich auf gelungene Art und Weise mit dem Musikraum und den Nebenräumen. Die Anordnung der Verwaltung ist richtig und sinnvoll, auch wenn der zusätzliche Außenzugang von Westen nicht nachvollziehbar ist.
Es entsteht eine Gesamtanlage, die der Aufgabe sehr angemessen erscheint und eine hohe Aufenthaltsqualität für Schüler und Lehrer mit einem adäquaten Gestaltungsanspruch verbindet, der sich in wirtschaftlich sinnvollem Rahmen realisieren und unterhalten lässt. Die vorgeschlagenen Außenanlagen unterstützen das architektonische Konzept, insbesondere durch die Brücke im Osten des Gebäudes, die den Neubau an den Altbau anbindet.

Hertel - Kilian - Reichle, Köln (3. Preis)
Die Grundidee des Entwurfs, neues Schulgebäude und Freiraum durch ein gebäudeinternes Erschließungssystem miteinander zu verknüpfen, überzeugt. Das Ziel, ein Bindeglied zwischen Mensa und Gebäude II zu schaffen, ist funktional jedoch nicht zu Ende gedacht; zudem wirkt das Gebäude in Bezug zum Mensagebäude sehr dominant. Erkauft wird dieser Entwurfsansatz durch enorme Abgrabungen, um Tageslicht in das Untergeschoss zu bekommen.
Die Grundrisse entsprechen den Zielen der Auslobung. So ist das Forum mit Außenbereich gut separat nutzbar und hat einen direkten Anschluss an den Musikraum. Die Anordnung der Klassen- und Fachräume überzeugt trotz der Dreigeschossigkeit. Brandabschnitte und Rettungswege sind aufgrund offener und durchgängiger Treppenhäuser und Flure noch nicht gelöst. Die Nutzung der Räume wird in der Fassade durch Einfassung der Fensterfronten geschickt herausgehoben.
Besonders hervorzuheben ist bei der Gebäudetechnik der Vorschlag einer Bauteiltemperierung sowohl zur Beheizung als auch zur Kühlung der Räume.
Die Arbeit weist insgesamt hohe konzeptionelle Qualitäten auf, kann jedoch vor allem gestalterisch nicht gänzlich überzeugen.

gnosa linnekogel Architekten, Hamburg (eine Anerkennung)
Geschickt werden ein zweigeschossiger Riegelbau und ein untergeschobener L-förmiger Baukörper miteinander verzahnt. Die Freistellung ebenerdiger Bereiche schafft eine hohe freiräumliche Vernetzung zwischen Schulhof und Landschaftsraum. Dieses positiv gewertete Entwurfsprinzip führt in der Konsequenz aber zu 4 Eingängen in das Schulgebäude, die Orientierung und Sicherheit erschweren und ein witterungsgeschütztes Wechseln zwischen unterschiedlichen Räumen nur im Obergeschoss ermöglichen. Die großen überbauten Freiflächen führen zu unerwünschten, nicht einsehbaren Nischen. Die innere funktionale Organisation der Bereiche überzeugt, die formale und gestalterische Ausbildung des Schulgebäudes ist angemessen und differenziert.
Die aufwändige Bauweise (bedingt durch die Raumhöhen im Erdgeschoss und die sehr hohen Außenhüllflächen) führt zu vergleichsweise hohen Baukosten.


Prof. Christine Remensperger, Dortmund (4. Preis)
Der grundsätzliche Ansatz, ein Sockelgeschoss mit vielfältigen Außenbezügen und aufgesetztem "Denkturm" zu entwickeln, wird als wichtiger Beitrag zur gestellten Aufgabe gewürdigt. Der Ganztagsbereich wird auf ästhetisch positive Weise, jedoch ohne direkten funktionalen Bezug integriert. Das Forum ist grundsätzlich funktional, wenn auch relativ niedrig und vom Eingangsbereich entfernt. Die abgestufte Höhenentwicklung der Fachräume wird positiv im Zusammenspiel mit der gegebenen Topografie gewürdigt. Kontrovers diskutiert wird die Höhenentwicklung des "Denkturms". Gegenüber der als positiv empfundenen Proportionskomposition werden folgende insbesondere funktionale Mängel angesprochen:
- die Viergeschossigkeit des Klassentraktes wird von den Nutzern problematisch gesehen
- die Relation von Verkehrs- und Klassenraumflächen ist ungünstig
- die Nebenraumeinbauten stören die Hallengeometrie
- die Medienräume, die als separate Unterrichtsräume genutzt werden sollen, sind
innenliegend.
Die Außengestaltung der umgrenzenden Bereiche, insbesondere der öffentlich nutzbare Treppenaufgang vom Quellenweg zur Rhonard, sind ein Gewinn. Die zum Quellenweg neue Raumkante der Pausenhofüberdachung birgt Gefahren zur Fehlnutzung aufgrund der schlechten sozialen Kontrolle.
Trotz der beschriebenen funktionalen Mängel und einiger Schwächen im Detail kann die Arbeit konzeptionell überzeugen.


Reinders Architekten, Osnabrück (3. Preis)
Das zweigeschossige Gebäude schließt sich L-förmig an das derzeit im Bau befindliche Ganztagsgebäude an und bildet zum Hang/Wald einen Riegel mit Kammstruktur. Diese Gebäudeform gewährleistet eine gute Verträglichkeit mit der umliegenden Bebauung als auch mit der Topografie. Der Entwurf ist klar gegliedert und ermöglicht eine leichte Orientierung. Über diese Innenhöfe wird auch der im Erdgeschoss liegende Erschließungsflur belichtet. Eine natürliche Belichtung ist für alle relevanten Räume gut gewährleistet.
Im Übergangsbereich zum Ganztagsgebäude haben die Verfasser die bereits im Bau befindliche Anbindung mit der Toilettenanlage überplant. Dies ist so nicht realisierbar und muss konzeptionell überarbeitet werden. Das Gebäude II wird über das östlich gelegene Treppenhaus zweckmäßig angebunden. Der Pausenhof wie auch der Haupteingang sind über eine großzügige Treppenanlage entlang des Ganztagsgebäudes zu erreichen. Überzeugen können die Vorschläge zur Gestaltung und Gliederung der Schulhoffläche mit einem "Naturerlebnisraum".
Die äußere Gestaltung wird geprägt durch die sichtbare Tragekonstruktion aus Stahl sowie die großflächigen Verglasungen und die farbig gestalteten Wandflächen. Das leichte heitere Erscheinungsbild fügt sich harmonisch in die Umgebung ein.


pier 7 Architekten, Düsseldorf (eine Anerkennung)
Die Leitidee, das Schulgebäude so zu gliedern, dass sich die Stadt- und Landschaftsseite großzügig miteinander verbinden, wird vom Preisgericht als ein guter Beitrag gewertet. Dieser Grundgedanke bestimmt die Wesenzüge des Entwurfs, wenngleich die Umsetzung nicht immer überzeugen kann. Insbesondere die hangseitig erforderlichen tiefen Einschnitte in das Gelände stehen im Widerspruch zur intendierten Verschmelzung von Hang und Dachlandschaft. Auch die Nutzbarkeit der hangseitigen Gärten erscheint fraglich. Die Ausbildung eines durchlaufenden Sockelgeschosses mit aufgesetzten Kuben ist für die Leitidee und den Ort überzeugend, wobei das Volumen der Kuben durchaus noch kräftiger sein dürfte.
Die Anbindung an den Ganztagsbereich erfolgt formal akzeptabel, funktional wird die erforderliche Querung des Verwaltungsbereichs zum Ganztagsbereich durch die Schüler kritisch gesehen. Die klare Gliederung der Funktionsbereiche und die Thematisierung von "Klassenhäusern" wird gewürdigt, wenngleich die Fluchtwegsituation umgelöst bleibt. Das Forum hat eher den Charakter einer Eingangshalle, die vollständige Abtrennbarkeit ist jedoch nur eingeschränkt möglich. Die Orientierbarkeit ist gut. Die Barrierefreiheit ist nur eingeschränkt gegeben. Der Schulhofbereich ist klar gegliedert, die Nutzung der begrünten Dächer bietet reizvolle Optionen, die aber in der Umsetzung (Umwehungen etc.) nachzuweisen wäre.
Die Fassaden sind der Aufgabe angemessen und im Zusammenspiel mit dem vorhandenen Schulgebäude sinnfällig und zeitgemäß. Die Vorschläge zur Führung des Tageslichtes mittels Oberlichtbändern werden gewürdigt. Die Wirtschaftlichkeit des Gebäudes ist gegeben, die Kennzahlen liegen im unteren Bereich.
Insgesamt eine Arbeit mit einem sinnvollen konzeptionellen Ansatz, die in der funktionalen und formalen Durcharbeitung aber Schwächen aufweist.


Grundsteinlegung für das neue Feuerwehrhaus an der Olper Hütte
Anlässlich des Florianstages legten Olpes Bürgermeister Horst Müller, der Wehrführer der freiwilligen Feuerwehr Olpe, Friedrich Schulte, sowie der Bauunternehmer Reinhard Quast auf dem hierfür vorgesehenen Grundstück an der Olper Hütte den Grundstein für das neue Feuerwehrhaus. Begleitet wurde die Grundsteinlegung von den Mitgliedern der Feuerwehr, Vertretern aus Politik, Verwaltung und des Bauunternehmens Quast aus Siegen sowie zahlreichen Bürgerinnen und Bürgern. Musikalisch umrahmt wurde die Veranstaltung vom Musikzug der Feuerwehr. In Ihrer jeweiligen Laudatio stellten Bürgermeister Horst Müller, Wehrführer Friedrich Schulte und Bauunternehmer Reinhard Quast heraus, dass das neue Feuerwehrhaus die Kreisstadt Olpe reicher macht, indem es den Schutz der Bürger und ihres Eigentums verbessert. Das neue Feuerwehrhaus geht jeden an und ist für jeden da." Im Rahmen der Grundsteinlegung wurde eine kupferne Urkundenrolle eingemauert, in der nach altem Brauch eine Urkunde, Baupläne , eine aktuelle Tageszeitung, eine Chronik und ein Wappen der freiwilligen Feuerwehr Olpe sowie derzeit gültige Geldmünzen deponiert waren.
Bilder der Grundsteinlegung Text der Urkunde der Grundsteinlegung
Inbetriebnahme des neuen Feuerwehrhauses an der Olper Hütte
Nach einer knapp 11monatigen Bauzeit hat die Fa. Otto Quast Bauunternehmen GmbH & Co. KG aus Siegen das neue Feuerwehrgerätehaus auf dem Grundstück "Olper Hütte" am 21. Dezember 2006 fertig gestellt und an die Kreisstadt Olpe übergeben. Die Restarbeiten im Außenanlagenbereich wird das Bauunternehmen Quast bis Ende April des kommenden Jahres ausführen.
Da die überwiegende Fertigstellung des neuen Feuerwehrgerätehauses noch im laufenden Jahr möglich war und damit ein wichtiges Planungsziel erreicht wurde, konnte eine Kostenerhöhung des mit rd. 7 Mio. € veranschlagten Bauprojektes durch die Anhebung des Mehrwertsteuersatzes zum 01.01.2007 weitestgehend vermieden werden.
Der Neubau des Feuerwehrgerätehaus wurde als so genanntes PPP-Verfahren (Public-Private-Partnership) in der Variante des Werklohnstundungsmodells realisiert. Hierbei wurde dem Bauunternehmen Quast nicht nur die Planung und Errichtung des Feuerwehrgerätehauses übertragen, sondern darüber hinaus auch in die Finanzierung des Bauprojektes eingebunden. Beim dem Werklohnstundungsmodell handelt es sich um eine insbesondere wirtschaftliche alternative zum klassischen kommunalkreditfinanzierten Eigenbau.
Nachdem die Freiwillige Feuerwehr Olpe rd. 50 Jahre an der Pannenklöpperstraße untergebracht war, werden die Wehrleute ihr neues Domizil mit einer Nutzfläche von 3.800 qm noch am 29. Dezember diesen Jahres einsatztechnisch in Betrieb nehmen. Das von dem Olper Architekten Axel Stracke entworfene neue Feuerwehrgerätehaus besteht aus einem Hauptgebäude und einer Fahrzeughalle sowie einem Feuerwehrübungsturm und einem Hausmeisterwohnhaus. Im Hauptgebäude sind Bereitschafts- und Sozialräume, Werkstätten, Schulungsräume und der Probenraum für den Musikzug der Freiwilligen Feuerwehr untergebracht. Die Fahrzeughalle ist unterteilt in Stellflächen für die Feuerwehreinsatzfahrzeuge sowie Lager und Werkstattflächen und einem Bereich für Fahrzeugreparatur und -pflege. Über 120 Parkplätze sind auf dem Feuerwehrgelände untergebracht, die über die Olper Hütte oder der Grubenstraße zu erreichen sind. Ein 1.500 qm großer Übungshof rundet die Bedürfnisse und Anforderungen der Freiwilligen Feuerwehr Olpe in Zukunft ab.




Errichtung eines Forums an der DÜRINGERSCHULE
Bis zu den Sommerferien 2005 verband eine kleine Pausenhalle den Altbau mit dem sogenannten Mitteltrakt der Düringerschule. Diese wurde dann abgebrochen und durch ein Forum, das sowohl Pausen- wie auch Veranstaltungsraum sein kann, ersetzt. Die Fertigstellung soll noch im Januar 2006 erfolgen. 


Erweiterung der GRUNDSCHULE GALLENBERG
Die Grundschule Gallenberg wurde von Sommer 2002 bis Frühjahr 2004 um 10 Klassenräume und ein Forum erweitert. Dabei wurde der Altbau aus dem Jahr 1906 vollständig saniert. Er beherbergt nun die Verwaltungsräume und die Aula der Schule, die während der Bauzeit in einem Containerdorf auf dem Schulsportplatz am Rhoder Weg untergebracht war. 


Erweiterung der GRUNDSCHULE RHODE
Die Grundschule Rhode wurde seit den Sommerferien 2001 um vier Klassenräume und ein Forum erweitert.
Nach Fertigstellung der Baumaßnahme im Frühjahr 2003 konnte der abgängige Dreiklassenpavillon abgebrochen und der Schulhof neu gestaltet werden.
Der Erweiterungsbau ist zur Hangseite parallel zum Altbau errichtet worden und nimmt dessen Proportionen auf. Alt- und Neubau werden durch die sog. "Brücke" miteinander verbunden, die u.a. den behindertengerechten Aufzug beherbergt.
Link zu Folgeseite 1
Link zu Folgeseite 2



